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Bericht GV Basel

GAV wie weiter,  Verabschiedung unseres Einteilers und Infos aus der Sektion waren die Hauptthemen der GAV.  


Zur Generalversammlung konnte der Vorstand des LPV Basel eine grosse Anzahl Kollegen begrüssen. Speziell begrüsst wurde unser Gast Manuel Avallone Vizepräsident SEV. Manuel überbrachte uns Grüsse vom SEV und freute sich an unserer GV dabei zu sein. Er informierte uns ausführlich über den Stand der GAV Verahndlungen. Mit der SBB konnte vereinbart werden, dass der GAV erst auf Ende 2010 gekündigt werden kann, insofern bei dem Lohnsystem ToCo keine Einigung erzielt wird.  Manuel zeigte  uns auch auf, was für Problemfelder die SBB im Moment haben. Pensionskasse, die Sanierungsbeiträge müssen von den Versicherten seit Januar 2010 bezahlt werden. Das heisst, alle haben einen Kaufkraftverlust hinnehmen müssen. Es ist immer noch offen, wann das Parlament über den Sanierungsbeitrag entscheiden wird, der SEV verlangt immer noch die volle Ausfinanzierung. Mitarbeiter des SEV werden sich weiterhin für die volle Ausfinanzierung im Bundeshaus stark machen. Bei Cargo ist eine neu Ausrichtung beschlossen worden, die Auswirkungen auf das Personal sind noch nicht bekannt, es wir aber zu einem Stellenabbau kommen. Bei der Infrastruktur ist ebenfalls eine riesige Abbauwelle angelaufen. All diese Probleme lösen bei den Eisenbahnerinnen und Einsenbahnern eine grosse Unsicherheit aus. Das einzige, was dem Personal noch Halt gibt, ist der GAV. Deshalb ist es mehr als Vernünftig, dass sich der SEV und die SBB geeinigt haben, den GAV frühestens auf Ende 2010 allenfalls zu kündigen. Ob bis Ende Jahr eine Einigung beim Lohnsystem ToCo erreicht werden kann ist mehr als fraglich, denn im Moment sind die Meinungen des SEV und der SBB sehr weit auseinander. In der Diskussion, stellten wir fest, dass es gar nicht einfach ist, zu definieren, was ist ein gerechter Lohn. Im Dienstleistungssektor gibt es Aufgaben die der einzelne nicht beeinflussen kann. Die Anwesenden Kollegen zeigten sich sehr skeptisch gegenüber ToCo es muss unbedingt verhindert werden, dass eine Umverteilung der Lohnsumme von unten nach oben passiert. Manuel erklärte uns noch die Details zum Schiedsgerichtsentscheid, welches nun entschieden hat. Einmal mehr ist das Resultat unbefriedigend. Die Lohnerhöhung ist nicht nachhaltig.

 

In der hitzigen Diskussion konnte festgestellt werden, dass die Kollegen sich vermehrt mit Kampfmassnahmen befassen. Sie haben die Nase voll, die endlosen Effizienzsteigerungen einfach hinzunehmen ohne etwas zu erhalten. Im Gegenteil überall hört man nur von Abbau und Sparen. Das Vertrauen in die SBB Führung hat einmal mehr sehr gelitten.

 

Zur Verabschiedung von unserem langjährigen Einteiler, hat das Lokpersonal für Jean-Claude Oberson auf dem Perron ein Apero organisiert um ihn noch einmal für seine grosse Arbeit zu danken. Hat er doch immer Versucht, dem Lokpersonal alle Freitagswünsche zu ermöglichen. Dafür danken wir ihm herzlich und wünschen ihm für den wohlverdienten Ruhestand als Gute.

 

Informationen aus der Sektion: Die Vision 2010 ist durch den VSLF gekündigt worden, wenn ein Vertragspartner aussteigt, verliert die Vereinbarung ihre Gültigkeit. Bis Ende 2010 werden keine Beförderungen mehr vorgenommen. Danach soll das Lokpersonal nach ToCo eingereiht werden. Der LPV hat sich immer dafür stark gemacht, die Vision 2010 weiterzuentwickeln. Eine Erneuerung der Vision 2010 war sicher nötig, aber eine Kündigung hat eben auch Nachteile. Immerhin war die Einreihung darin geregelt. Diejenigen Kolleginnen und Kollegen, welche jetzt nicht befördert werden können das dem VSLF verdanken.

 

Cargo: nach der Bekanntgabe, dass Cargo den Transitverkehr in eine Tochtergesellschaft auslagert, gibt es beim Personal grosse Unsicherheit. Was passiert mit dem Personal, wird ein Teil an diese Tochterfirma ausgelagert. Wie viele Stellen wir es kosten. All diese Fragen können im Moment nicht beantwortet werden.

 

Ehrungen: Auch diese Jahr konnten einige Kollegen für ihre langjährige Mitgliedschaft im LPV geehrt werden. Für 25 Jahre Mitgliedschaft konnten neun Kollegen und ein Kollege für 40 Jahre LPV geehrt werden. Die Kollegen, Rolf Dittli, Werner Kaufmann, Gregor Fust und Kurt Stuber konnten in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Der LPV dankt für die langjährige Mitgliedschaft und wünscht ihnen alles Gute und gute Gesundheit.

Andreas Jost

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