 Resolution der Delegiertenversammlung LPV 2010
Die Delegiertenversammlung des LPV nimmt mit grosser Besorgnis Kenntnis von den durch die Leitung P-OP-ZF geplanten Veränderungen im zukünftigen Ausbildungskonzept für LokführeranwärterInnen. Die geplante Ausbildungsdauer und deren Umfang erachten die Delegierten des LPV als Unterschreitung des Notwendigen.
Ebenso sind die Delegierten des LPV der Überzeugung, dass die gleichzeitig geplante Aufteilung des bestehenden Lokpersonals nach reinen RV- oder FV-Leistungen (Subdivisionalisierung) die Motivation für und die Identifikation mit dem Beruf untergräbt und somit auch stellt ein latentes Sicherheitsrisiko darstellt.
Die Monotonie im Arbeitsalltag mit gleichen Zügen und Fahrzeugen auf denselben Strecken ist ein Pulverfass. Mit der Einführung des Regional- oder S-Bahn-LokführerIn wird die Ausbildungszeit angehender LokführerInnen auf ein unerträgliches Minimum herabgesetzt.
Die mit dem geplanten Ausbildungs- und Produktionskonzept zusammenhängenden Einsparungen von Aus- und Weiterbildungskosten ist marginal und lediglich kurzfristig wirksam, müssen doch im Hinblick auf die anstehenden Fluktuationen (ca. 1000 Lf in 10 Jahren) die jungen LokführerInnen sowieso weitergebildet werden. Dann notabene zum vollen Lohn...
Die Delegiertenversammlung stellt sich grossmehrheitlich gegen eine weitere Subdivisionalisierung, denn eine Solche führt lediglich zu Monotonie. Wir verurteilen dies auf das Schärfste.
Die Delegierten des LPV verlangen von den Unternehmungen, dass die Ausbildung weiterhin auf hohem Niveau weitergeführt wird. Eine weniger vertiefte Ausbildung und Monotonie am Arbeitsplatz hat gravierende Auswirkungen auf die Qualität und Sicherheit im öffentlichen Verkehr.
Bern, 12.05.2010 |